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Bayern erleben: Das Märchen vom Kloster

10.12.2018, Bayern erleben: Das Märchen vom Kloster

BR Bayern erleben

10.12.2018, 21:00 Uhr

44 Min.

Ist es ein Märchen? Vor 20 Jahren schien das Kloster Waldsassen rettungslos dem Verfall preisgegeben, nur noch wenige ältere Nonnen lebten in der baufälligen Abtei. Bis 1994 Laetitia Fech zur Äbtissin gewählt wurde, als weltweit jüngste im Zisterzienserorden. Seitdem kämpft sie mit Kraft und Leidenschaft für den Erhalt des Klosters.

Vor 20 Jahren schien das Kloster Waldsassen rettungslos dem Verfall preisgegeben, nur noch wenige ältere Nonnen lebten in der baufälligen Abtei. Bis 1994 Laetitia Fech zur Äbtissin gewählt wurde, als weltweit jüngste im Zisterzienserorden. Seitdem kämpft sie mit Kraft und Leidenschaft für den Erhalt des Klosters. Gleich nach ihrem Amtsantritt hat sie mit der Sanierung der Abtei begonnen. Eine Herkulesaufgabe, für die sie mehr als 40 Millionen Euro auftreiben musste. Heute strahlen alle Räume des Klosters, vom Kapitelsaal bis zu den Zimmern der Schwestern, in neuem Glanz, genauso wie die Klosterkirche, in der sich die Nonnen fünfmal am Tag zum Gebet treffen. Das ehemalige Konversengebäude wurde vom bekannten Architektenbrüderpaar Brückner in ein florierendes Gästehaus verwandelt, eine Umweltstation ist im Klostergarten entstanden, ein kulturelles Begegnungszentrum errichtet worden, die Mädchenrealschule renoviert. Als letztes Projekt wird die ehemalige Brauerei in ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung, Senioren und junge Familien verwandelt. Jetzt müssen sich die Zisterzienserinnen von Waldsassen der Herausforderung stellen, zukünftig ohne Fördergelder aus eigener Kraft zu überleben. So, wie es schon vor 900 Jahren einer der Ordensgründer, Bernhard von Clairvaux, von jedem einzelnen Kloster verlangt hat. Unterstützung findet Äbtissin Laetitia dabei mittlerweile von etlichen jungen Schwestern, die sich dem Konvent angeschlossen haben. Und so klingt es fast wie ein Märchen, dass gegen das Sterben so vieler alter Klöster die Abtei in Waldsassen wieder eine Überlebenschance hat. Ein Filmteam wirft einen Blick hinter die Klostermauern, um das Leben in einer faszinierenden Abtei zu entdecken, die heute wie einst vor Jahrhunderten wieder eine ganze Region prägt.

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Grenzland: Oberpfälzer Traditionsfirmen im Umbruch

28.06.2018, 19:00 Uhr

Waldsassen in der Oberpfalz liegt nur fünf Kilometer von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt. Ein Besuch einzelner Traditionsunternehmen in der Stadt, in der das Kloster der Zisterzienserinnen auch heute den wirtschaftlichen Mittelpunkt bildet.

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Uschis VIP Gärten

Uschis VIP Gärten | 25.05.2018

Zu Gast bei Äbtissin Laetitia Fech

Uschi Dämmrich von Luttitz ist zu Gast bei Äbtissin Laetitia Fech, der Leiterin der Abtei Waldsassen in der Oberpfalz, die dem Zisterzienserinnen-Orden angehört.

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SPATENSTICH FÜR „MÜHLENVIERTEL“

Heute war ein besonderer Tag für Waldsassen. Die Abtei Waldsassen verwirklicht die Sanierung eines ehemaligen Ökonomiegebäudes des Klosters. Entstehen wird ein inklusives Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung und Senioren. Bereits im Juli 2015 haben sich alle Zuschussgeber zusammen mit Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, Schirmherrin des Projekts, zu einem ersten „Runden Tisch“ für das Inklusionsprojekt „Mühlenviertel“ getroffen.

https://www.otv.de/waldsassen-spatenstich-fuer-muehlenviertel-271825/

Waldsassen: Wo Wunder wahr werden....

Mit der Mädchenrealschule, dem Gästehaus ST. Joseph, dem Kultur- und Begegnungszentrum sowie der staatlich anerkannten Umweltstation sind die Waldsassener Zisterzienserinnen in vielen Bereichen aktiv.

Dabei schien das Ende des Klosters unausweichlich. Durch den Eisernen Vorhang an dem Rand der westlichen Welt gedrängt, gab es nach dem Zweiten Weltkrieg Jahrzehnte keine Ewige Profess mehr. An den Gebäuden nagte unerbittlich der Zahn der Zeit.

Trotzdem zeigte der Konvent unerschütterliche Treue. Dann kam die junge
Äbtissin M. Laetitia Fech, unter deren Führung und vor allem durch Gottes
Erbarmen das Wunder von Waldsassen geschah.

Der Bildband gibt anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Zisterzienserinnenklosters faszinierende Einblicke in die Entwicklung der Abtei und das Leben der Nonne, das sich längst nicht mehr nur hinter dicken Mauern abspielt.

Für den Film klicken Sie bitte hier