Das schreibt die Presse

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Die Schlüsselübergabe gestaltete sich für Johanna Härtl anders als erwartet: Ein ganzes Sortiment - aufgeklebt auf zwei DIN A 4-Bögen in Klarsichtfolien - nahm die Geschäftsführerin der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen von Äbtissin Laetitia Fech in Empfang.

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BUNTE

Lesen Sie in der BUNTEN 5.1.2017

"Warum wir Nonnen geworden sind...".

BUNTE 5.1.2017

Unsere Gesellschaft ist kurzatmig

Das Interview mit der Äbtissin Laetitia Fech OCist ist im Rahmen der Serie "Werte und Wirtschaft" ist nun am vergangenen Mittwoch in der Gesamtausgabe der "Frankenpost" veröffentlicht worden

Frankenpost vom 14.10.2015

99. Katholikentag in Regensburg

Annette Spreitzer-Hohenberger und "Klosterjugend" am Stand "Klosterstadt Waldsassen"  
 
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Waldsassen und Konnersreuth präsentieren sich beim Kirchentag in Regensburg mit eigenem Stand
Waldsassen/Regensburg. (pz) "Es hat keine Minute aufgehört zu regnen", sagt Beatrix Rustler über ihren Einsatz in der Bezirkshauptstadt: Zusammen mit Ursa Pilz war die Sachbearbeiterin im Rathaus an Christi Himmelfahrt beim Katholikentag. Dort ist die Klosterstadt bekanntlich gemeinsam mit dem Resl-Pilgerort Konnersreuth mit einem eigenen Stand präsent.
Trotz des schlechten Wetters sei der Stand den ganzen Tag über gut frequentiert gewesen, erklärte Beatrix Rustler am Freitag auf NT-Anfrage. Ein großformatiges Bild von Therese Neumann ziert den Informationsstand (wir berichteten), außerdem das von der Titelseite der "Waldsassener Klosterzeitung" her bekannte "Brückenbauer"-Foto: Mit dem Schulterschluss symbolisieren Äbtissin Laetitia Fech sowie Stadtpfarrer Thomas Vogl und Bürgermeister Bernd Sommer die enge Zusammenarbeit zwischen Kloster, Kirche und Stadt. Am Donnerstag war Konnersreuths Bürgermeister Max Bindl zusammen mit Barbara Wenisch vor Ort im Stand dabei. 

Beatrix Rustler hatte den Stand am Donnerstag morgen zusammen mit Ursa Pilz eingerichtet. Der Pavillon und das Info-Material waren mit einem Stadtbauhof-Auto nach Regensburg gebracht worden. Beatrix Rustler ist froh, dass der Informations-Pavillon mit einem Boden ausgestattet war: Der Rasen auf dem Stellplatz war nach dem Dauerregen völlig durchnässt und recht matschig. 
 
"Jetzt kommt die Sonne"

"Jetzt kommt gerade die Sonne heraus", erzählte Annette Spreitzer am Freitagvormittag dem NT am Telefon. Sie hatte mit Postulantin Lisa-Katharina sowie den Ordensschwestern Josepha, Raphaela, Sophia, Felicitas und Agnes den Stand in Regensburg besetzt. Am Samstag stellen engagierte Vertreter der Pfarrei das Waldsassener Team, für Konnersreuth ist Sibylle Kocy vor Ort. 

Lob vom Ministerpräsident: Waldsassen feiert das Kloster

Das schreibt die Frankenpost

Ministerpräsident Horst Seehofer rühmt die Ordensgemeinschaft. Nach Gottesdienst und Festakt zum 150. Jubiläum der Zisterzienserinnen kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.

Waldsassen - "Das ist ein wunderbarer Tag! Die Region kann stolz sein auf diese Ordensgemeinschaft", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer während seiner Festrede zum 150. Jubiläum der Zisterzienserinnen am Samstag in Waldsassen. Denn das Kloster stand vor 30 Jahren vor dem wirtschaftlichen und personellen Ende. Um ein Haar hätten die letzten Schwestern Waldsassen verlassen und die Klostergebäude in einem völlig desolaten Zustand dem Verfall überlassen müssen. Heute blüht das Leben im und um das Kloster. Seehofer, der mit seiner Frau Karin und Emilia Müller, der bayerischen Sozialministerin, extra "heraufgefahren" war, um beim großen Fest des Ordens dabei zu sein, schwärmte Minuten lang über die glückliche Wende von Waldsassen.

Augenzwinkernd erzählte Seehofer vom Stamperl Klosterschnaps, das er ganz am Anfang seiner Amtszeit hier von Äbtissin Laetitia bekommen hatte. "Damals war mir nicht klar, wie unglaublich teuer das wird." Damit spielte der Ministerpräsident auf die Millionenbeträge an, die der Freistaat in die Sanierung des Klosterkomplexes investiert hat. "Die Schwestern und die Äbtissin sind ungeheuer liebenswert und charmant, aber so teuer . . . - jedes Mal wieder", erzählte er schmunzelnd den Hunderten von Ehrengästen aus Politik und Geistlichkeit und den Waldsassenern, die im Innenhof des Klosters vor dem Gästehaus St. Joseph trotz Kälte und beißendem Wind geduldig ausharrten. Auch heute habe sich die Äbtissin beim Frühstück wieder mit einer Bitte an ihn gewandt, denn noch ist nicht alles fertig, was sich der Orden für die ehemaligen Klostergebäude vorgenommen hat.

Um die Ziele der Ordensgemeinschaft zu erreichen, ist aber nicht nur die große Politik gefragt. Seite an Seite gehen Bürgermeister Bernd Sommer, Pfarrer Thomas Vogl und Mutter Laetitia, um das Kloster und die Stadt voranzubringen. Aber auch viele Bürger und Vereine fühlen sich eng mit der Abtei verbunden und engagieren sich auf ihre Weise. Mutter Laetitia dankte es ihnen an diesem Tag nicht nur mit Worten, sondern mit kostenloser Klostersuppe, Freibier und einem ganzen gebratenen Wildschwein. Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, die sich seit Jahren für das Kloster stark macht und stets hilft, Fördermittel für die Sanierung zu bekommen, zapfte das erste Fass Weltenburger Klosterbier unter den Anfeuerungsrufen der Waldsassener an.

Vor dem Festschmaus hatten sich alle Gäste aus Politik und Geistlichkeit in der Basilika versammelt. Nicht nur ein gutes Dutzend Priester, Äbtissinnen und Äbte, Mitschwestern aus anderen Abteien in Deutschland und Österreich besetzten die geschnitzten Holzbänke im barocken Gotteshaus. Jeder freie Platz war von Gläubigen besetzt, eng rückten die Männer und Frauen aus Waldsassen und dem Stiftland zusammen, damit nicht zu viele im Eingangsbereich der Basilika hinter den hohen geschmiedeten Gittern während der Messe stehen mussten. Der Gottesdienst war etwas ganz Besonderes. Das Orchester und der Chor der Basilika musizierten, zehn Priester füllten den Altarraum, Klosterschülerinnen trugen Danksagungen vor und Generalabt Mauro-Guiseppe Leporo aus Rom zelebrierte das Amt.

Leporo erklärte, dass die Nonnen in Demut mit dem Herrn ihren Weg gehen, und machte in seiner Predigt deutlich, dass monastisches Leben schon immer ein prophetisches war, das die Welt braucht. Aber nicht nur die, die Jesus so folgen wie die Schwestern, sondern alle, die sich als Sünder erkennen, würden erlöst werden. Doch "wollen wir auf das Leben zugehen, müssen wir uns dafür entscheiden", stellte der Generalabt klar. Er dankte der Gemeinschaft von Waldsassen für ihren Weg zu Gott.

Die Schwestern und die Äbtissin sind ungeheuer liebenswert und charmant, aber so teuer . . .

Horst Seehofer

Festliches Treiben rund ums Kloster

50 Jahre Ordensfrauen in Waldsassen - Feier mit Generalabt Lepori und Ministerpräsident Seehofer


Waldsassen. (pz) Der festliche Anlass wird gebührend gefeiert. Sogar ein Wandertheater gibt es zum Jubiläum. Und die Wetter-Frage stellt sich ob der guten Verbindungen "nach oben" gar nicht erst: Schon vor dem 17. Mai, wenn das 150-jährige Bestehen des Frauenklosters gewürdigt wird, sind weiß-blauer Himmel und angenehm wärmende Frühlingssonne bestellt.

Im Mai 1864 ist das Kloster nach der Säkularisation 1803 und der darauf folgenden Aufhebung zum ersten Male wieder besiedelt worden - von Schwestern aus dem Kloster Seligenthal bei Landshut. Seither erlebte die Zisterzienserinnen-Abtei eine wechselvolle Geschichte mit Höhen und Tiefen. Unter Leitung von Äbtissin Laetitia Fech hat sich die Abtei wieder zu einer festen Größe im Stiftland entwickelt. 

Seit Monaten vorbereitet wird das Jubiläumsfest, wobei Schwester Sophia bei der Koordination der einzelnen Angebote die Zügel fest in Händen hält. Erste Höhepunkte sind am Vormittag der Pontifikalgottesdienst in der Basilika und anschließend der Festakt im Klosterhof. Mit dabei sein werden Zisterzienser-Generalabt Mauro-Giuseppe Lepori sowie Ministerpräsident Horst Seehofer. Anschließend ist - laut Programm - "festliches Treiben" rund ums Kloster angesagt: Im Klosterhof, am Goetheplatz sowie in der Brauhausstraße gibt es eine Fülle von Angeboten - Essen, Getränke, verschiedene Handwerker, Porzellanstraße, Schmuck, Spiele für Kinder, Schatzsuche für Kinder. 

Auf der Bühne im Klosterhof sind von 12 bis 22 Uhr verschiedene Musikgruppen aus der Region zu Gast. Im Naturerlebnisgarten gibt beim "Tag der offenen Tür" eine Pflanzentauschbörse. Bei freiem Eintritt geöffnet ist der Bibliothekssaal, außerdem die Bilderausstellung mit Arbeiten von Sabine Böhm im Kreuzgang (wir berichteten). 

Das Stück "Charme hinter Klostermauern" aus der Feder von Bezirkstagsvizepräsident a. D. Ludwig Spreitzer wird Freitag, 16. Mai, und Montag, 19. Mai, jeweils um 19.30 Uhr aufgeführt - auf der Treppe vorm Rathaus, im Alten Sudhaus im Mühlenviertel und im Bibliothekssaal. 

Bewegend und bewegt

Wandertheater zum 150-jährigen Bestehen der Zisterzienserinnen-Abtei
Waldsassen. (kgg)

Groß gefeiert wird in gut vier Wochen das 150-jährige Bestehen des Frauenklosters. Einen Höhepunkt der Feierlichkeiten, in deren Mittelpunkt der Zisterziensertag am 17. Mai stehen wird, bildet das Waldsassener Spiel "Charme hinter Klostermauern".

Initiator ist Ludwig Spreitzer. Der Bezirkstag-Vizepräsident a.D. und Kloster-Freund stellte zusammen mit Äbtissin Laetitia Fech und Jubiläumsfest-Koordinatorin Schwester Sophia das Klosterspiel als " bewegendes bewegtes Wandertheater" vor. 

Die Vorstellung des Buches "Charme hinter Klostermauern" gegen Ende vergangenen Jahres bezeichnete Äbtissin Laetitia Fech als eigentlichen Auftakt des Jubiläumsfestes. Dass nun Ludwig Spreitzer ihre Idee von einem Theater zum Jubiläum mit den Eckpunkten der Wiederbesiedelung des Klosters durch Zisterzienserinnen mit dem gleichlautenden Titel des Buches in Szene gesetzt hat, freute die Ordensfrau ganz besonders. 

Auftakt und Abschluss

Das Theater soll nicht nur eine Erzählung der Historie sein, sondern auch den Konvent von einst bis heute und in die Zukunft hinein aufzeigen. Das Plakat, entworfen von Helga Küchler, Kunsterzieherin der Mittelschule, spreche sie sehr an, weil es die Beweglichkeit des Ordens zeigt, stellte die Äbtissin fest. Wie Ludwig Spreitzer über das Theater selber sagte, bilden die zwei Aufführungsterminen 16. und 19. Mai (Beginn jeweils 19.30 Uhr) Auftakt und Abschluss der Jubiläumsfeiern
Den Untertitel "... ein bewegendes, bewegliches Wandertheater" sei gewählt der fünf Szenen an drei verschiedenen Orten wegen - auf der Treppe vorm Rathaus, im Alten Sudhaus im Mühlenviertel und die drei anderen im Bibliothekssaal. Bei der ersten Szene erzählen Sigrid Köstler, Regina Keisinger, Inge Zintl und Annette Spreitzer-Hochberger, was sie alles gehört haben: Ein Bahnhof solle errichtet, die Bahn nach Eger weitergebaut werden. Außerdem wolle ein Industrieller bald eine Porzellanfabrik bauen und auch das leerstehende Kloster soll wieder besiedelt werden.. Zu dieser Frauengruppe stößt Bürgermeister Binhack, verkörpert durch Karlheinz Hoyer. Die zweite Szene wird sich im Sudhaus abspielen. Sie zeigt den ersten Jahrestag der Neubesiedelung des Klosters durch Zisterzienserinnen und wirdgespielt von Mädchen der Kloster-Realschule. Ebenfalls Schülerinnen spielen die drei Szenen in der Bibliothek - die drei früheren Äbtissinnen nach der Wiederbesiedelung, außerdem beantworten Schwestern Fragen, warum sind sie ins Waldsassener Kloster gegangen sind. Die fünfte 

Szene spielt Äbtissin Laetitia und hält mit einem roten Telefon direkte Verbindung und Zwiesprache mit ihrem finanziellen Nothelfer, den Heiligen Joseph.

Gedanken werden zu Form und Farbe

Ausstellung "Tugenden und Laster" nach Hildegard von Bingen im Kloster

Die Erläuterungen von Äbtissin Sr. M. Laetitia Fech erklären die Präsentation, vor der die Besucher anfangs zwar bewundernd, jedoch ein wenig ratlos stehen: Eine umfangreiche Bilderausstellung eröffnete den Veranstaltungsreigen zum 150-jährigen Bestehen des Frauenklosters in Waldsassen.

Die Abtei Waldsassen gibt es seit 1133, dann folgte eine wechselvolle Geschichte mit Höhen und Tiefen bis es 1864 durch Zisterzienserinnen zu einer Wiederbelebung des Klosters kam. 2014 wird dieses Datum nun mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.

In 70 Ölbildern interpretiert die Malerin Sabine Böhm die Visionen der berühmten Mystikerin Hildegard von Bingen zu "Tugenden und Lastern".

Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) gilt als eine der bedeutendsten Frauen
des deutschen Mittelalters und ist heute über die Grenzen ihrer rheinischen Heimat hinaus bekannt. Sie war Benediktinerin, Dichterin und eine bedeutende Universalgelehrte ihrer Zeit. In der römisch-katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. Hildegard von Bingen gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie. Am 7. Oktober 2012 ernannte Papst Benedikt XVI. die Heilige Hildegard zur Kirchenlehrerin und dehnte ihre Verehrung auf die Weltkirche aus. Ihre Reliquien befinden sich in der Pfarrkirche von Eibingen.

Die innerhalb von drei Jahren entstandenen 70 Bilder werden bis 15. Oktober in der Abtei Waldsassen erstmals vollständig präsentiert. In Fachkreisen ist Sabine Böhm dafür bekannt, dass sie in ihren Werken die Gedankenwelt Hildegards in besonderen Farben und Formen ausdrücken kann. Die 35 "Tugenden und Laster" sind in der Ausstellung jeweils paarweise nebeneinander zu sehen. Die "Tugenden" sind jeweils großformatig und in bunten, fröhlichen Farben abgebildet. Hingegen ist das jeweilige korrespondierende "Laster" in kleinerem Format und in dunkel-düsteren Farben interpretiert. Die Künstlerin orientierte sich bei der Schaffung ihrer reinabstrakten Bilder an der bildhaften Sprache Hildegards. Die Schwierigkeit lag darin, die einander oft sehr "ähnlichen" Laster und auch Tugenden durch unterschiedliche Bilder voneinander abzugrenzen und immer neu darzustellen.

Ein gutes Beispiel dafür sind die Tugenden "Beständigkeit" und "Stetigkeit", die in der modernen Welt kaum voneinander unterschieden werden. Böhm setzte sich sehr intensiv mit den erläuternden Texten von Hildegard auseinander und fand dann ihren eigenen Weg, die Tugenden wie auch die Laster mit den ihr eigenen Farb- und Formenmitteln zu verdeutlichen und anschaulich zu gestalten. Als Malmittel verwendet die Künstlerin wasservermalbare Ölfarbe, die in mehreren Schichten aufgetragen wird. Als Malgrund dient auf Keilrahmen gespannte Leinwand.

Susanne Kempf

Afrika bereichert Klosterlandschaft

Familie Frank hat Mitterhof erworben und züchtet im früheren Ökonomiegut
Straußenvögel


Waldsassen.

Über finanzielle Details ist Stillschweigen vereinbart. Fakt aber ist: Für den symbolischen Euro gab es das Anwesen nicht. "Wir haben den Mitterhof nicht verscherbelt", sagt Äbtissin Laetitia Fech über den Verkauf der Immobilie. "Dazu ist sie uns zu kostbar."

Nach der notariellen Beurkundung gehört das frühere Klostergut jetzt 66 Jahre der Familie Frank - auf der Basis des Erbbbaurechts, besser bekannt als "Erbpacht". Frank will den Mitterhof als Attraktion etablieren - mit einer Straußen-Zucht. Die will Frank zunächst nebenberuflich betreiben. Doch irgendwann soll die "Lebensaufgabe", wie Frank sagt, zum Hauptberuf werden.


Küken wie Suppenhühner

Im April sollen in die Stallungen neun erwachsene Strauße einziehen. Die stehen zurzeit in Windischeschenbach. "Die warten bloß darauf, dass wir die Weide eingezäunt und den Stall fertig haben und wir sie holen." Später würden noch 20 Küken folgen - "... in Suppenhuhn-Größe", so Frank. Er hat sich intensiv mit Straußenhaltung befasst. Die Weideflächen des Mitterhofs - rund 2,5 Hektar - wären für rund 200 Tiere ausreichend. Außerdem kämen die afrikanischen Riesenvögel mit dem Stiftland-Klima gut zurecht. Straußenfleisch ist als Delikatesse bekannt. Doch vom Strauß könne fast alles vermarktet werden, so Frank - Federn, Fett, Eier und das Leder.

Zurzeit bereiten Frank und seine Angehörigen die Nebengebäude für die Strauße vor. In kleinen Schritten, mit
überschaubarem finanziellen Einsatz. Zug um Zug soll das Anwesen renoviert werden. Geplant sind Hofladen und Café. Das Wohngebäude bleibt zunächst ungenutzt. "Langfristig ist geplant, dass die Eltern dort einziehen", sagt Matthias Frank über Berta und Reinhard Frank. Sie haben in Blickweite des Mitterhofs eine Lama-Weide angelegt.

Von dort aus beobachtete Matthias Frank den langsamen Verfall des Anwesens - und schickte im Januar eine Mail ins Kloster. Äbtissin Laetitia Fech war begeistert. "Eine super Idee", sagt die Ordensfrau, zumal Hildegard von Bingen in ihrer Ernährungslehre schon vor 900 Jahren den Genuss von Straußenfleisch empfahl.

"Ich finde es toll, dass die Familie dahintersteht." Es sei beruhigend, dass Einheimische den Hof erhalten haben.
Äbtissin wie Bürgermeister Sommer haben den Franks Unterstützung zugesichert - etwa wenn es um Fördermittel geht. Die könnten durchaus fließen: Eigentümerin der Immobilie ist weiterhin die Abtei.

"Ich hätte den Hof niemals auf Anhieb gekauft", so Matthias Frank, der vor ziemlich genau einem Jahr zum ersten Male ernsthaft darüber nachdachte. Klarer sei die Vision dann nach Gesprächen mit dem Vater geworden, "... ein unerschütterlicher Optimist, der gute Ideen hat." Immer mehr sei dann gereift, was mit Wohnhaus, Stallungen und den Weiden geschehen könnte. "Da habe ich gesagt: Trauen wir uns einfach."

Zeitliche Profess in der Zisterzienserinnen-Abtei

Der Neue TAG 11.12.13 Waldsassen
Nach den Regeln Benedikts

Schwester M. Felicitas legt am Namenstag der Äbtissin Profess ab - Gäste aus Österreich und Italien

Waldsassen. (tr) Mit dem Ablegen der zeitlichen Profess im Kapitelsaal des Klosters endete am zweiten Adventssonntag die Novizinnenzeit von Schwester M. Felicitas König aus St. Pölten. In drei Jahren muss sie sich dann endgültig entscheiden ob sie für immer im Kloster bleiben will.

Bei der Feier der zeitlichen Profess der Zisterzienserinnen werden die drei benediktinischen Ordensgelübde, die unter anderem Armut, Keuschheit und Gehorsam beinhalten, abgelegt. Zudem verpflichtet sich die Jungprofessin zu einem Lebenswandel im Stil der Zisterzienser und zur Treue zu einem Kloster zu dem sie sich in Freiheit entschieden hat.

Für Äbtissin Laetitia (rechts) war die Profess von Schwester M. Felicitas am zweiten Adventssonntag das schönste Namenstagsgeschenk: Bild: Grüner

"Charme hinter Klostermauern" -Buchpräsentation

Liebe Leser - wie Sie vielleicht wissen, feiert unser Zisterzienserinnen-Kloster Waldsassen 2014 das 150-jährige Bestehen. Im Vorgriff auf das Jubiläum ist in Zusammenarbeit mit unserer Abtei nun der erzählende Bildband "Charme hinter Klostermauern – 150 Jahr Zisterzienserinnen in Waldsassen" erschienen. In ebenso prachtvollen wie ungewöhnlichen Fotos gibt das Buch Einblicke in das Leben und in die Geschichte unserer Abtei, der Buchpräsentation vom 5.November 2013 in unserer Stiftsbibliothek

Hier finden Sie unterschiedliche Zeitungsartikel zum Thema:

Der Neue Tag
www.oberpfalznetz/Klosterleben aus anderer Sicht.de

Oberpfälzer Wochenzeitung
www.oberpfalznetz/Der Charme "von unserem Herrgott".de

Bildergalerie im Neuen Tag
www.oberpfalznetz/ Bildergalerie.de

Mädchen lernen anders wie Buben

Fachtagung mit über 100 Schulleitern aus 35 Gymnasien und Realschulen aus ganz Bayern

Waldsassen. (kgg) "Getrennt lernen - gemeinsam Erfolg im Beruf haben" stand groß als Motto über der Fachtagung für über 100 Schulleiter und deren Stellvertreter, Schulpsychologen und Beratungslehrer von 35 Gymnasien und Realschulen aus ganz Bayern. Eingeladen stand, hatte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen Waldsassen.

Im Mittelpunkt stand dabei der Fachvortrag von Professorin Dr. Hildegard Macha von der Uni Augsburg mit dem Thema Geschlechtssensible Förderung von Mädchen und Buben". Mit Auszügen aus Filmmusiken stimmten die Big-Band der Realschule im Stiftland Waldsassen (staatliche Realschule für Knaben) und zwei Chöre der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen musikalisch auf das Thema ein.

Eigentlich war ja Minister Dr. Ludwig Spaenle als Ehrengast vorgesehen, an seiner Stelle begrüßte Rektorin Kerstin Reiter Ministerialdirektor Peter Müller mit einer Reihe von Ministerialräten sowie Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Bernd Sommer.

Wie Reiter sagte, ist seit knapp 150 Jahren die Erziehung und Bildung der Mädchen im Stiftland für die Zisterzienserinnen eine Herzensangelegenheit von hohem Stellenwert. Für diesen "unermesslichen Einsatz um die Schule" bedankte sich Kerstin Reiter bei Äbtissin Laetitia Fech. Die wiederum sah in dieser Fachtagung in Waldsassen ein klares Signal.

Seit Jahren erfolgreich

Die Klosterchefin verwies darauf, dass an der Mädchenrealschule und an der staatlichen Realschule für Knaben seit Jahrzehnten schon erfolgreich Monoedukation praktiziert werde. Es scheine außer Frage, dass Buben und Mädchen auf verschiedene Weise lernen.

"Das ist kein Vorurteil, sondern von langjähriger Erfahrung untermauert." Ultrakulturelle Untersuchungen der vergangenen 30 Jahre hätten ergeben, dass Geschlechtsunterschiede in der ganzen Vielfalt der Kulturen konstant sind, jedoch mit einigen relevanten Unterschieden. Ein Schmunzeln rief bei den Tagungsteilnehmern die von Äbtissin Laetitia Fech zitierte Studie von 2010 hervor, wonach Frauen die linke und rechte Gehirnhälfte für die Sprache benutzten, Männer dagegen nur einen Teil des Gehirns.

Das Gehirn von Mädchen entwickle sich während der Pubertät so, dass sie in der Lage seien, auf kürzestem Wege sich zu äußern, Buben in dieser Weise dagegen nicht, wusste die Äbtissin. Diese körperlichen Unterschiede führten dazu, dass Mädchen und Buben auch unterschiedlich lernen.

Nach einem Grußwort des Verwaltungs-Chefs des Kultusministeriums, Ministerialdirektor Peter Müller, folgte anschließend der Fachvortrag von Dr. Hildegard Macha. Monoedukative Bildungsgänge sind nach ihren Worten in Bayern sehr stark vertreten, sie trennen zwar die Geschlechter, aber die spezifische Qualität des Unterrichtens mit den Chancen der geschlechtergerechten Förderung von Mädchen und Buben werde oft zu wenig reflektiert.

Rolle der Lehrkräfte

Die Referentin lud bei ihren Ausführungen ein, zunächst einen knappen Blick auf die Grundlagen der genderspezifischen Sozialstation zu werfen. Die Professorin verknüpfte ihre Ausführungen mit Forschungsergebnissen und Hinweisen zur Umsetzung im Unterricht und ging auch auf die Rolle der Lehrkräfte ein.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gästehaus St. Joseph, standen "Beispiele aus dem monoedukativen Schulleben" mit Ministerialrat Dr. Ulrich Seiser auf dem Programm. Dabei wirkten Schülerinnen der Mädchenrealschule, Buben der Realschule im Stiftland, des Elly-Heuss-Gymnasiums Weiden und Hans-Scholl-Realschule Weiden mit. Abgerundet wurde die Tagung mit einer Bibliotheksführung.

Der NEUE TAG – 29.April 2013 (kgg) Waldsassen Netzcode: 3666857

 

Neue Freunde in Rom und Verona

Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen besiegelt Schulpartnerschaft in Italien.
Zehn Schülerinnen der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen-Abtei fahren in Begleitung von Schulleiterin Kerstin Reiter und Fachlehrerin Michaela Mark nach Rom....

Bericht im Neuen Tag
www.oberpfalznetz/ Waldsassen-Rom-Verona.de

"Er ist ein ganz besonderer Mensch"

Papst Benedikts Entscheidung zum Rücktritt vielleicht auch ein Zeichen für die heutige Zeit
Tirschenreuth. (bz/jr) 

"Ich muss das selbst erst einmal verarbeiten." Knapp eine Stunde nach Bekanntwerden des Papst-Rücktrittes kaut Dekan Georg Flierl noch an der Nachricht.

Der Tirschenreuther Stadtpfarrer ist wie alle Welt "mehr als überrascht" von der plötzlichen Entscheidung. Freilich hat auch er in den vergangenen Monaten immer wieder beobachten können, wie der Heilige Vater immer gebrechlicher geworden ist. Aber, dass Benedikt XVI. sein Pontifikat aufgibt, das ist eine Nachricht, die der Geistliche selbst erst noch verinnerlichen muss.

"Das lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen", zeigt sich auch Äbtissin Laetitia Fech vom Kloster Waldsassen tief betroffen. "Ein Blitz aus heiterem Himmel" ist die Meldung für sie gewesen. Die Zisterzienserin ist dem Papst mehrmals in Rom begegnet, zuletzt beim 85. Geburtstag im vergangenen Jahr. "Da hat man schon gespürt, dass er irgendwie müde war."
Die Äbtissin weiß um die Bürde des Amtes, respektiert und akzeptiert deshalb auch die Entscheidung des Pontifex, der glaubt, aus gesundheitlichen Gründen den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. "Er ist ein deutscher Papst, auf wir doch alle so stolz sind."
So traurig es ist: Der Rücktritt ist für sie, die den Papst ("Ein ganz besonderer Mensch") sehr, sehr gerne mag, "vielleicht auch ein Zeichen für die heutige Zeit, dass so ein schweres, hohes Amt in Zukunft nicht bis zum Lebensende dauern muss". Die Äbtissin betet und hofft, dass Benedettos Nachfolger die Kirche, die derzeit vielen Angriffen ausgesetzt sei, durch schwierige Zeiten bringe.

"Ich bin völlig überrascht", sagt Schwester Hedwigis vom Kloster Theresianum, als wir sie am Telefon erreichen. Zwar weiß sie, dass der Heilige Vater krank ist. "Aber dass es schon so schlimm ist, dass er gleich ganz aufhören muss...?" Für die Konnersreutherin ist der Rücktritt ein Verlust für die katholische Kirche und ganz besonders für Deutschland. Schwester Hedwigis kennt Benedikt XVI. ziemlich gut. "Ich war 50 Jahre in Regensburg, da liefen wir uns öfters über den Weg." Weiter bekennt sie, sie eine eifrige Leserin seiner Bücher und Schriften zu sein. "Ja, ich werde ihn vermissen."

Pater Benedikt, Hausoberer im Kloster Fockenfeld, erfährt erst durch den Anruf unserer Redaktion von dem die Welt bewegenden Schritt des Papstes. "Wir haben hier in Fockenfeld gerade Berufungswege, da höre ich keine Nachrichten", sagt er und denkt an das Jahr 2005 zurück. "Wie haben wir uns über seine Berufung gefreut?"

Bei seiner letzten Deutschlandreise im Jahr 2011 waren die Fockenfelder Gäste im Berliner Olympiastadion und ihrem Papst ganz nah. Papst Benedikt war für Pater Benedikt zur richtigen Zeit am richtigen Ort. "Er war halt ein Bayer und feierte am gleichen Tag wie ich seinen Namenstag." Auswirkungen auf den derzeit laufenden Seligsprechungsprozess für Therese Neumann sieht Pater Benedikt nicht. "Alles geht seinen Weg."

"Ein Blitz aus heiterem Himmel"

Reaktionen zum Papst-Rücktritt aus dem Bistum Regensburg - Ein Faschingsscherz?

Als Pater Albrecht Herrmann, der ehemalige Prior des Klosters St. Augustin in Weiden seinen Mitbrüdern die taufrische Meldung vom Papst-Rücktritt überbrachte, glaubten diese an einen Faschingsscherz. "Das kam wirklich alle sehr überraschend", sagte der Pate am Montagnachmittag. "Aber ich kann es nachvollziehen.

" Er habe allerhöchste Achtung vor Benedikts Entscheidung.

Auch der Amberger Regionaldekan Ludwig Gradl war völlig perplex. Er kam gerade von einer Beerdigung zurück, als er von der Nachricht hörte. "Er wird sicher spüren, was für ihn und die Kirche am besten ist", zeigte sich Gradl überzeugt. Selbst im Vatikan seien alle überrascht gewesen, berichtete der aus Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach stammende Monsignore Josef Gehr. Er ist als Referent in der vatikanischen Kleruskongregation tätig. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Benedikt XVI. diesen Schritt machen würde", sagte Gehr.
Von einer "beeindruckenden und großherzigen Geste" sprach der Dekan für die RegionTirschenreuth-Wunsiedel, Manfred Strigl. Das ganze Handeln Benedikts sei, wie nun der Rücktritt auch, auf das Wohl der Kirche ausgerichtet gewesen. "Er hatte immer den Anspruch, erstklassig zu sein. Jetzt hat er wohl gesehen, dass dazu seine Kraft nicht mehr gereicht hat", meinte der Weidener Stadtpfarrer Andreas Uschold. 

"Das lässt sich eigentlich kaum in Worte fassen", sagte Äbtissin Laetitia Fech vom Kloster Waldsassen. "Ein Blitz aus heiterem Himmel." Die Zisterzienserin ist dem Papst mehrmals in Rom begegnet, zuletzt beim 85. Geburtstag im vergangenen Jahr. "Da hat man schon gespürt, dass er irgendwie müde war."

"Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung des Papstes", erklärte der Vorsitzende des Diözesankomitees, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. "Aber gerade für uns im Bistum Regensburg ist dieser Schritt traurig, weil wir uns so sehr verbunden fühlten mit dem Papst."
Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid, reagierte mit großem Bedauern. "Ich bin tief traurig", sagte Schmid. "Das erste Mal in meinem öffentlichen und kirchlichen Wirken bin ich wirklich sprachlos."

Und auch der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) meldete sich zu Wort. Er habe "größten Respekt vor diesem Schritt", auch wenn er ihn persönlich
außerordentlich bedauere.

Oberpfalznetz 12.02.2013

Seehafer gut für Seehofers Seele

Der Ministerpräsident im Kloster Waldsassen

Ministerpräsident und Gattin begeistert vom Kloster Waldsassen - Paradiesische Entspannung

Waldsassen. Ein kleines Grüppchen von Leuten steht um den Feuerkorb im Klosterpfortenhof herum. Die einzige Wärmequelle bei minus zwei Grad Celsius und eisigem Ostwind um 5.15 Uhr am Ostermorgen. Darunter Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Ehefrau Karin. Auch ihnen steckt die Kälte in den Knochen.

"Frohe Ostern" wünschte Äbtissin Laetita Fech den prominenten Gästen. Vier Tage weilte das Ehepaar Seehofer unter ihrem Dach.
Salesianer-Pater Benedikt Leitmayr aus Fockenfeld segnet das Feuer und bereitet die Osterkerze. Über den Zugang zur Aula zieht die Lichterprozession in die Klosterkirche und feiert dort über zwei Stunden die Osternacht. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag haben Horst und Karin Seehofer Auszeit im Waldsassener Zisterzienserinnenkloster genossen. Exklusiv erzählte der Ministerpräsident dem "Neuen Tag" seine Eindrücke während der vier Tage.

Rummel vermeiden
Um 15 Uhr rollt die Limousine mit den Seehofers am Donnerstag an und verschwindet diskret durch den Hintereingang des großen Komplexes. Der Ministerpräsident will Rummel vermeiden, will nach turbulenten Wochen im Politzirkus entschleunigen, will mit Stille und Geborgenheit die Akkus wieder aufladen. Das Mobiltelefon schaltet er aus, benutzt es nur einmal in den vier Tagen: "Eine Sache die keinen Aufschub duldete". "Ora satt, labora nix", wandelt er das Zisterzienser-Motto "ora et labora" (bete und arbeite) für sich ab. Das Ehepaar nimmt an Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet, den täglichen Gottesdiensten in der Klosterkirche teil. Schnell kann Horst Seehofer abschalten, quasi einen Schalter umlegen und sich neuen Begebenheiten anpassen. In einem Gästezimmer innerhalb der Abtei finden die Seehofers die Ruhe, die sie suchen.

Schlafen und lesen
"Einfach schlafen, wenn einem danach ist oder in einem guten Buch lesen, das sind die Dinge, die der Ministerpräsident schätzt. Die guten Bücher sind während der Klausur das "Neue Testament" und die Biografie des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe - "Mein Leben ein einzig Abenteuer" vom Fast-Namensvetter Klaus Seehafer.

Literarisch wie praktisch hält sich Gattin Karin an die Empfehlung des Schriftstellers Andrew Matthews: "Tu, was dir am Herzen liegt" und geniest Spaziergänge im Naturerlebnis- und im Klostergarten. Im Vorjahr lud Äbtissin Laetitia Fech bei den Abschlussfeierlichkeiten zur Klostersanierung den Ministerpräsidenten zu einer Auszeit ins Kloster ein.

"Das waren vier Tage mit zahlreichen kostbaren Eindrücken und Erlebnissen. Da werden wir noch Wochen brauchen, um das alles zu verarbeiten. Im Kloster Waldsassen fühlt man sich sofort geborgen." Beeindruckt habe ihn der Konvent, der auf der einen Seite mit einer unbeschreiblichen Konsequenz in der Überzeugung verwurzelt sei, aber auf der anderen Seite das Leben mit Leichtigkeit und Freude meistere. Horst Seehofer ist kein Neuling was Klosterleben betrifft. Im Benediktinerkloster Plankstetten bei Berching hat er schon des öfteren neue Kraft geschöpft. Ein Vortrag von Abt Gregor Maria Hanke, seit 2006 Bischof von Eichstätt, in einer Bank, habe ihn gefesselt. Damals war Seehofer Bundesgesundheitsminister und regenerierte sich im Kloster "von der Schlacht mit den Ärzten." Er sei ohnehin kein großer Reisender, den es dauernd hinaus in die Welt drängte. "Wer ständig in der Öffentlichkeit steht und zu jeder Zeit über jegliches Handeln rechenschaftspflichtig ist, hat in der Freizeit Sehnsucht nach dem Gegenteil."

Empfehlung ans Kabinett
"Dann ist es am schönsten im Elternhaus meiner Frau im Altmühltal oder im Kloster. So einen Aufenthalt empfehle ich jedem aus dem Kabinett, man schöpft Kraft für lange Zeit und lernt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Ich fühle mich jetzt sehr kräftig und habe wieder neue Orientierung."

Am Sonntagabend reiste Ministerpräsident Horst Seehofer nach São Paulo zur gemeinsamen Konferenz mit den Regierungschefs der sechs Partnerregionen Bayerns: Georgia (USA), Oberösterreich, Québec (Kanada), São Paulo, Shandong (China) und Westkap (Südafrika).

"Diesmal werden die Vertreter aus Quebec darüber berichten, wie sie die riesigen unberührten Flächen Nordkanadas für die Gewinnung erneuerbarer Energien nutzen wollen. Da sind auch Erkenntnisse für uns drin. Gerade in der Oberpfalz ist das ja auch ein Thema."

Weiterführende Links:

http://www.oberpfalznetz.de/bildergalerien/3202647-157-Tgalerien-P1,1,0.html
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3202881-126-seehafer_gut_fuer_seehofers_seele,1,0.html
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3202839-126-vom_stiftland_nach_s%c3%a3o_paulo,1,0.html

Diplomatisches Corps zu Gast in der Bayerischen Vertretung in Berlin

Äbtissin Laetitia hielt Fastenpredigt

 „Wir Bayern reden Klartext. Dieser Satz gilt das ganze Jahr über und besonders am Aschermittwoch.“ 

Mit diesen Worten begrüßte Staatsministerin Emilia Müller die Gäste des traditionellen Fischessens am Aschermittwoch. Zahlreiche Vertreter des Diplomatischen Corps sowie Vertreter aus Kultur und Medien waren am 13. Februar 2013 in die Bayerische Vertretung in Berlin gekommen, darunter die Botschafter von Ägypten, Frankreich, Italien, Mexiko, Polen, Spanien und Thailand.

Als „Fastenpredigerin“ trat in diesem Jahr Äbtissin Laetitia der Zisterzienserinnenabtei in Waldsassen auf. Laetitia Fech wurde 1995 als damals jüngste ihres Ordens zur Äbtissin gewählt. Unter ihrer Leitung wurde die vom Verfall bedrohte Klosteranlage in der Oberpfalz mit maßgeblicher Unterstützung des Freistaates Bayern grundlegend saniert. Zusammen mit dem Tochterkloster Osek in Tschechien war die Abtei Waldsassen für die christliche Zivilisation im böhmisch-sächsisch-bayerischen Raum von europäischer Bedeutung. In 2003 erhielt Äbtissin Laetitia für ihre Verdienste um die Denkmalpflege ihres Klosters das Bundesverdienstkreuz am Bande, im Jahr 2005 die Auszeichnung Pro meritis scientiae et litterarum des Freistaates Bayern.

Das Fischessen am Aschermittwoch geht auf eine jahrhundertealte Tradition im Freistaat zurück: Mit dem Verzicht auf Fleisch wird die Fastenzeit eingeleitet. Den Übergang in die Fastenzeit erleichterte den Gästen ein Menü mit Varianten vom Fisch aus der Oberpfalz (Lachsforelle und Welsfilet), zubereitet von angehenden Meisterköchen der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt die „Falkenberger Zoiglmusik“ aus der Oberpfalz.

Zum Artikel "oberpfalznetz.de"

Schlumpfine und Chorgesang

Konvent gratuliert früherer Staatsministerin Hohlmeier zum 50. Geburtstag - Feier im Klosterhof Waldsassen.

Mit vielen Gästen feierte am Samstag Europaabgeordnete Monika Hohlmeier ihren 50. Geburtstag in der Klosterstadt. 

Der Konvent mit Äbtissin Laetitia Fech an der Spitze hatte für die langjährige Vorsitzende des Fördervereins "Freunde des Klosters Waldsassen" eine besondere Geburtstagsüberraschungen parat: der Schwestern-Chor hatte ein "Geburtstag-Medley" einstudiert.

Für ihr Geburtstagsfest hatte sich die frühere Staatsministerin das ansprechende Ambiente des Klosterhofes ausgesucht. "Es ist für uns eine große Ehre und Freude, mit dir deinen Geburtstag zu feiern", betonte Äbtissin Laetitia Fech und hob dabei die langjährige Freundschaft hervor, die mit Amtszeit 1995 begann. Seit 1996 ist Monika Hohlmeier Vorsitzende des Vereins "Freunde des Klosters" und dafür sagte die Äbtissin im Namen aller ein herzliches "Vergelt's Gott".


 Zusammen mit dem Konvent überraschte dann Äbtissin Laetitia Fech das "Geburtstagskind" und ihre Gäste auf musikalische Art und Weise. Nach dem religiösen Lied "Geh unter der Gnade" überraschte der Schwestern-Chor mit einem eigens einstudierten Geburtstag-Medley. Dabei wurden die musikalischen Glückwünsche nach bekannten Melodien wiederholt. Nach der Passage zur "Schlumpf-Melodie" überreichten die Schwestern eine "Schlumpfine" und die Äbtissin ihr persönliches Geburtstagsgeschenk. 

Dank an Äbtissin
Monika Hohlmeier freute sich über die großartige Überraschung des Konvents. Dabei nutzte sie die Gelegenheit, auch einmal die Leistungen des Konvents für das Kloster herauszustellen. "Fünfzehn Jahre war das Kloster eine einzige Baustelle. Was daraus geworden ist in erster Linie das Verdienst der Äbtissin", sagte Monika Hohlmeier unter großem Beifall der Geburtstagsgäste.


Ihr persönlich habe der Konvent viel gegeben, sie durfte sich eine Wochen lang ins Kloster zurückziehen und auf vier Klausuren ihres Studiums vorbereiten. Und dies habe ihr gut getan, erinnerte Hohlmeier. "Ich wurde hier so liebevoll von den Schwestern versorgt, dass ich alle vier Prüfungen gut überstanden habe", schilderte die Europaabgeordnete. "Wer einmal hier im Kloster ist, den verlassen die Sorgen des Alltags. Man kann sich besinnen, auf das, was den Menschen ausmacht, auf die eigenen Fähigkeiten." Der Konvent mit Äbtissin Laetitia Fech habe sich in ihrem Herzen ganz tief eingegraben. Und Monika Hohlmeier versprach, sich weiter für das Kloster in Waldsassen einzusetzen. 

Schatzkiste für Spenden
Nach dem Auftakt im Klosterhof lud Monika Hohlmeier zur Geburtstagsfeier in die Klosteraula ein. Dabei vergaß sie nicht den Hinweis auf eine "Schatztruhe" beim Eingang. Darin hätten viele Spenden Platz, für einen weiteren Bauabschnitt des Klosters.

 

Die erste Jugenvigil im Kloster war ein Riesenerfolg!

Die Klosterpforte ist offen

Am 28. Juli 2012 die Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen fand  im Kloster die erste Jugendvigil statt! 
„Porta Patet-Magis Cor“ – so lautet ein alter Zisterzienserspruch – 
„Die Klosterpforte ist offen - noch mehr unsere Herzen!“ – wir freuen uns auf alle die kommen!
Anbei Impressionen und bereits die Einladung zur nächsten Jugenvigil, die im Oktober stattfindet

Kirwa, Kräuter und Klosterkirche

Pencoed-Club arrangiert besonderen Abend: Büfett und Besichtigung mit Äbtissin Laetitia Fech 

"Klösterliche Kräuter - Küche zur Kirwa mit Kräuterbüfett, Köichln und Klosterkirchenbesuch", so war eine Veranstaltung des Pencoed-Clubs überschrieben. Beim Treffpunkt am Brunnen im Klosterhof durfte Club-Vorsitzende Annette Spreitzer-Hochberger zahlreiche Teilnehmer begrüßen. 

Die Kräuter im Büfett
Zuerst ging es in den Kräutergarten der Umweltstation. Petra Stark stellte dort die wichtigsten Heil- und Speisekräuter vor. Dabei ging sie speziell auf die Kräuter ein, die für das anschließende Kräuterbüfett verwendet wurden. In der Lobby des Hauses St. Joseph war zwischenzeitlich für die "Pencoedler" eine riesige Tafel gedeckt worden und ein einzigartiges Menü vorbereitet. 

Willkommenstrunk
Schwester M. Sophia erläuterte die Besonderheit des Kräuterbüfetts. Nach dem Willkommenstrunk - eine Kräuterlimonade - gab es Kräutercremesuppe mit Croutons, ehe Roastbeef mit Rosmarinbutter und Brote mit Dill-Gurkenaufstrich, Kräuterfrischkäse, Kräuterbutter sowie Rosmarin- und Thymianschmalz folgten. Besonders lecker empfanden viele die Kräuternocken in Parmesan-Soße und das Abschlussdessert mit Lavendel-Schokocreme mit Rosenblütensahne.

Annette Spreitzer-Hochberger trug zwischen den Gängen gekonnt Kräutergedichte vor. Sicher zu einem Höhepunkt des Abends wurde die Führung durch die Klosterkirche durch Äbtissin Laetitia. Sie verstand es meisterhaft die Sinnhaftigkeit der Neugestaltung der Kirche zu erläutern und einem Blick hinter die Kulissen zu gewähren.

Zum Abschluss ging's ins Haus St. Joseph, wo "Kirwaköichla" und Kaffee die Gäste erwarteten und den Abend abrundeten. Die Vorsitzende hatte noch eine Überraschung für das Programm 2013 parat: Petra Stark gab die Zusage, dass sie für den Pencoed-Club einen Abend gestalten wird, bei dem besondere Tees, Tinkturen und Salben aus Kräutern des Klostergartens zubereitet werden.

Eine historische Stunde

Die Freisinger Bischofskonferenz trifft sich zur Frühjahrstagung im Kloster Waldsassen mit acht Amtsbrüdern aus Tschechien

In der voll besetzten Stiftsbasilika gibt es einen festlichen Pontifikalgottesdienst.

Von Oswald Zintl
Waldsassen - Ein besonderes Ereignis für die Gläubigen der Region war der feierliche Pontifikalgottesdienst am Mittwochabend in der Stiftsbasilika mit den Bischöfen der sieben bayerischen Bistümer und aus der Kirchenprovinz Prag. Die Oberhirten aus Bayern und Tschechien trafen sich anlässlich der Freisinger Bischofskonferenz im Kloster Waldsassen zu einem dreitägigen Meinungsaustausch. Haupt-Zelebrant und Prediger des Pontifikalamtes war Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz.

Nach dem feierlichen Einzug der Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine und Verbände, der Bischöfe, Priester und des Klosterkonvents begrüßte eine Abordnung des Kinderhauses Sankt Michael im Altarbereich den hohen Besuch mit einem Willkommens-Gedicht und dem Refrain: "Wir sagen auf bayerisch Habedere, schön dass Sie uns geben die Ehre!" Anschließend überreichten die Kinder Blumen an Kardinal Reinhard Marx und Bischof Rudolf Voderholzer.

"Es ist eine herrliche und herzliche Begrüßung", sagte Kardinal Reinhard Marx, der zum ersten Mal das Kloster und die Stiftsbasilika besuchte, zu Beginn des Gottesdienstes. Der neue Diözesanbischof Rudolf Voderholzer bezeichnete die Begegnung mit den tschechischen Bischöfen - es war das erste Treffen der Freisinger Bischofskonferenz mit den Oberhirten der katholischen Kirche in Tschechien - als eine historische Stunde. Das Stiftland würdigte der neue Regensburger Bischof als "eine von vielen glaubensstarken Regionen im Bistum". Dabei erinnerte er auch an den Widerstand gegen die Nationalsozialisten in den 30er-Jahren durch Therese Neumann - die Konnersreuther Resl - und den Konnersreuther Ring.

Im Mittelpunkt der Predigt von Kardinal Reinhard Marx stand die Versöhnung innerhalb Europas als christlicher Auftrag. "Christus ist unser Leben, Christus ist die Seele Europas", sagte Marx. "Wir müssen Brücken bauen und auf Versöhnung setzen", ergänzte der Kardinal. Dabei gelte es immer wieder gegen Ausbeutung, Diskriminierung und den Egoismus von allen Seiten anzukämpfen.
Während der Bischofskonferenz war auch die Reliquie der Heiligen Anna Schäffer nach Waldsassen gebracht worden. Viele Gläubige nutzten die Gelegenheit zum Gebet in der Kapelle der Basilika.

Die Versöhnung ist unser christlicher Auftrag.
Kardinal Reinhard Marx


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